Bääääh!

selbst wenn man in die Kacke langt, kommt manchmal was dabei ’raus

Da sah der kleine Bäh vor sich eine wunderschöne rote Blume. Als er sie berührte, war plötzlich ein Sausen um ihn und die Blütenwelt verschwamm.
Als er wieder zu sich kam, stand vor ihm Olga die Kuh, arg geplagt von tausenden von Fliegen. Der kleine Bäh versprach, ihr zu helfen. Er brach den Zweig einer Espe, das würde beim Zittern, Schwanken und Rütteln helfen. Mit diesem stellte er sich neben Olga und verscheuchte durcch stetes Wedeln die Fliegen. Olga atmete erleichtert auf. Der kleine Bäh harrte lange aus, wenn ihm kalt an den Füßen wurde, stellte er sich in eine frische Kuhflade von Olga. So machten das früher die Hüte-Buben und Mädchen, die meist nur ein paar Sonntagsschuhe besaßen und die konnte man nun wahrlich nicht zum Kühe-Hüten anziehen! Und Weidezäune gab es damals nicht. Nun, jedenfalls machte es der kleine Bäh so wie die Hüte-Kinder und hatte Freude, dass der Kuhfladen warm war und die Scheiße herrlich zwischen den Zehen hervorquoll, wenn man reinstieg.
So wedelte er mit dem zitternden Ast und endlich, abends ließ der Fliegenschwarm dann nach und Olga sagte, sie würde den kleinen Bäh gern belohnen. Er solle nur in der nächsten Flade suchen. Was er dort fände, könne er verwenden, um sich ein paar neuer Schuhe zu kaufen. Und in der nächsten – platsch – tatsächlich, fand sich ein großes Silberstück. Er musste es erst herausfischen – igitt – machte es im feuchten Gras sauber bis es blank war und hielt es hoch, so dass es in der Sonne funkelte. (Ach so, es war ja schon Abend, also funkelte es im silbernen Mondlicht.) Schööööön. Er grinste. Aber Schuhe – Schuhe wollte er sich davon auf keinen Fall kaufen!