GIPFELSTÜRMER

Die Gipfelstürmer gibt's nicht mehr. Aber die Arbeit ist immer noch so schön, dass sie hier gezeigt werden soll.

Manche Kinder haben kein Basislager. Hier bei den Gipfelstürmern in Gö sollten sie eines bekommen – von dem aus die eigene Route gewählt wird, natürlich in Begleitung eines kompetenten Bergführer-Teams. Metaphern aus der Welt des Kletterns kommen nicht von ungefähr – waren Teil der Therapie. Wir haben sie als Konzept etabliert, das gegenüber den Kindern und Jugendlichen, Ämtern und Eltern kommuniziert wurde.

Ramona und Klaus mit ihrem Team gaben Heimat und Halt. Gutes Essen. Erlebnisse. Glücksmomente. Pflicht. Spaß. Verantwortung. Geborgenheit. Und eine Zukunft. Das war der Plan. Entstanden ist ein Schriftzug, der sich zum Siegel formt oder frei stehen kann: aus tiefen Tälern heraus nach oben gerichtet. Handgeschrieben mit offizieller Schrift-Begleitung. Die Farben: schwarz auf weiß oder steingrau – und lila, die Farbe der Wandlung. Denn ändern soll sich was für die, die da sind – zum Guten.

Jeder Inhaber einer Visitenkarte erhielt ein Symbol, z.B. Bergführer, Abseilachter – entsprechend seiner Aufgabe und Persönlichkeit. Es gab eine neutrale Karte für die Gesellschaft – sie erhielt das Zelt, das Basislager. Alle Visitenkarten waren gelocht, sie konnten an Akten, Taschen, an die entstehende Broschüre und sonstwo mit einem kleinen Karabiner angehängt werden. Wer sagt, dass man nicht auch im Bürokratiedschungel Spaß zeigen kann? Jedenfalls fielen die so ganz schön auf. „Auf eine gute Art“, hörte ich sagen.

T-Shirts für Kids und Betreuer. Der Gipfelstürmer-Schriftzug zierte ungewöhnliche Stellen: Herz und Nieren (dahin geht gutes und schlechtes Gefühl), unter den Armen (unter die man greifen wollte), an der Schulter (an die man sich anlehnen hätte können sollen), wo sie auch entsprechend wirken.