Rosen


dosen und rosen
füllen die flüsse, die
wandern zum meer.
fische suchen die dosen
und schwimmen hinterher.
nicht nackt zu sein,
bekleidet mit blüten,
die das geheimnis
der gräten
wohl hüten.

darum ist noch fleisch,
haut aus silber und gold
und wehe, wenn der teufel
dieses euch holt.
und die blätter der rosen
fallen auf den grund.

das fleisch verwest oder
es holt ein anderer mund.
so
was bleibt, ist das skelett
ausgewaschen vom salz im meer,
gibt es für gewöhnlich
nichts mehr her.
doch die frage, die alles
stellen muss:

wo war die ssele,
wer sah’ sie geh'n?
oder wo war sie überhaupt?
die rosen verwelkten
kann man sagen,
fische tun das auch?

nein, halt!

da treibt schaukelnd eine dose
darin liegt eine seele – aber lose!

mit ihrer kleinen blaugrauen hand,
winkt sie herüber und fordert
deine rose als pfand
und als paddel, um damit
loszukommen,
weiterzuschwimmen,
im kleinen, rostenden dosenboot
und notfalls, um damit zu winken, bei not.
so schwimmend treibend paddelt’s dahin:
das seelchen, das bötchen, mit dem röschen darin